Letztes Jahr blickte ich auf die Kulturhauptstadt voraus. Und ja, es ist ein geschichtliches Ereignis geworden in Chemnitz, trotz allem … Und auch Ticketspenden habe ich bekommen. Ein Mann aus Indien, allerdings ein Missionar in Deutschland und kein Flüchtling, hat sogar begeistert beim Martin-Luther-King-Musical mitgesungen und wird es beim Folgemusical wieder tun. Er ist wie jeder Migrant hier allein durch seine Existenz eine Botschaft in seine Umwelt. Das zu unterstützen ist mir immer wichtiger.
Letztes Jahr ging aber auch die Inventur weiter, von der ich vor zwei Jahren geschrieben hatte. Damals war es eher ein „Stopp-Signal“ vor neuen Aufgaben. Dies Jahr habe ich wirklich in meinem Arbeitszimmer Papiere so aufgeräumt, sogar Möbel umgestellt, dass ich jetzt dort Gäste zu Gesprächen empfangen kann.
Digital ist aber noch viel an Inventur zu leisten. Die alten Outlook-Adressen auf dem vor mehr als zwei Jahren ausrangierten PC noch sichern, Fotos vom Handy holen, Abos auf digital umstellen, etwa bei den wunderbaren Magazinen des Bundes-Verlags – das habe ich geschafft. Aber das sind geschätzt drei von dreißig wichtigen Aufgaben. Wenn ich es kann, sollte ich es tun, meiner Meinung nach. Denn das Improvisieren und Rumsuchen kostet Energie, die definitv knapper wird.
Oder Dinge loswerden, verschenken. Da gibt es auf Telegram eine Chemnitzer Gruppe, „Sharing is Caring“, wo ich nette junge Leute fand, die freudestrahlend eine Bodenvase, ein 70 Jahre altes Kleid, sogar eine angestoßene Emailletasse abholten. Was in meinem Umfeld niemand verwenden kann. Das ist natürlich für mich die größte Freude. Wiederum mir Zeit nehmen, im Sozialkaufhaus selbst nach Second-Hand-Kleidung zu suchen. Da gibt es Hosen für 2 Euro, ich muss nur geduldig anprobieren. Politischer Nutzen: Die kriegen so viele Spenden, dass sie keine Lagerkapazitäten mehr haben, es muss etwas abgenommen werden! In den vergangenen Jahren bin ich für Hosen in den „bio+fair“-Laden (Unikate) gegangen, weil ich dort in einer Viertelstunde mit Hilfe der Verkäuferin etwas fand. Jetzt investiere ich meine eigene Zeit. Upcycling, Kreislaufwirtschaft, ist nichts für Events, sondern für den Alltag.
Meine Website habe ich aber nicht überarbeitet, wie ihr seht. Ich werde es auch in absehbarer Zeit nicht tun. Denn angesichts der Aufgaben in der Flüchtlingshilfe investiere ich meine Zeit besser dort. Investieren, ich wiederhole mich absichtlich. Was macht mich reich, was sichert mich im Alter ab? Das sind die „Schätze im Himmel“, von denen in der Bibel zu lesen ist. Und es sind Beziehungen, in Menschen investieren. Ohne zu wissen, was zurück kommt. Deshalb bin ich im Moment nicht nur die Vorsitzende der Brückenbauer Chemnitz e. V., sondern auch quasi die ehrenamtliche Geschäftsführerin. Auf der Website der Brückenbauer habe ich auch vor Weihnachten direkt etwas zum Advent geschrieben. Lest es dort. (Der Seite endlich einen richtigen Webspace zu verschaffen ist auch eine Aufgabe, die nächstes Jahr drankommen MUSS.)
Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!




Neben dem banal Praktischen ist die Hilfe für die Ärmeren das Gebot der Stunde, wie wir es im Stadtrat mit einem Antrag zu Winterhilfen angeregt haben. Der Antrag wurde in den Gremien hin und her gewendet. Tenor: Es durfte nichts kosten und es würde sowieso alles schon gemacht. Nun ja, am Tag der Sitzung, als wir uns dann entschlossen hatten, den Antrag mit Verweis auf die wirklich von unserer Bundesregierung mittlerweilen auf den Weg gebrachten Hilfen zurück zu ziehen, kam dann sogar eine Pressemitteilung der Stadt zum 
Was jetzt? Ich habe dazu 2 x 2 Bilder. Wir machen uns keine Geschenke als Erwachsene, aber wenn ich vor Weihnachten etwas kaufe, und sei es eine neue SD-Karte für die Kamera oder neue Sohlen beim Schuster für Stiefel, empfinde ich das besonders als Geschenk, das einfach so bezahlen zu können. Früher hätte ich mir das gewünscht, oder einen Gutschein. Und da habe ich kürzlich im
Das 3. Bild: Als ich am Sonntag im Gottesdienst war, stand da natürlich schon der Weihnachtsbaum, und es fiel mir auf, dass er mit roten Herzen statt wie sonst mit den komplizierten Strohsternen geschmückt war. Das wird sicher in den
Passend dazu stand ein Kreuz im Altarraum, mit Geschenken für Jesus, hieß es in der Predigt. Da stand auch ein Müllsack. Denn das eröffnet die wahre Weihnachtsfreude, die Schuld zu Gott zu bringen, um Vergebung zu bitten. Dass mir Schuld vergeben wird und ich anderen auch vergebe, dass die Liebe Raum hat, das ist das wichtigste. Die perfekte Welt werden wir nicht erreichen. (Damit meine ich nicht, dass ich der neuen Bundesregierung nicht viel zutraue! Aber dazu nächstes Jahr mehr.) Frohe Weihnachten!